Gucken und malen

Gucken, malen, gucken, malen.
So ähnlich malen wir, wenn wir malen.
Dass es aber die großen Künstler ebenso machen? Nienienie.
In meiner Vorstellung haben sie das Bild schon im Kopf und malen es dann nach.
Bei Claude Monet, zu meinem Erstaunen, waren es nicht so. Wer so viele Seerosen gemalt hat, muss immer noch nachschauen.
Das sieht man hier.

Ist das Internet nicht wunderbar? Sie kennen Pierre-Auguste Renoir, der Maler der strahlenden Frauen mit den schönen Haaren? Schauen Sie mal seine Hände an. Er hatte Rheuma und konnte den Pinsel nicht mehr selbst halten.

Für die Linien im Gesicht eines Jungen schaut Henri Matisse genau hin. Wieder diese schnellen Blicke und dann der sichere Strich mit dem Kohlestück.

Alberto Giacometti, der Erschaffer der langen dünnen Menschenskulpturen, baut aus Strichen das Gesicht des Gegenüber auf.

Das Gesicht von August Rodin gefällt mir. Er sieht selbst aus wie eine seiner Skulpturen. Wie er so einfach eine Ecke an der Marmorskulptur wegklopft!

Und jetzt der, der das Bild schon im Kopf hat. Kurzzeitig denkt man, man weiß, was er zeichnen will. Pustekuchen!

Hab ich schon gesagt, dass ich das Internet liebe?
Ich kann Filme sehen, an die ich im Leben nicht rangekomen wäre, einfach so.
Und ich kann sie zusammenstellen, so dass, wer Spass daran hat, sie auch anschauen kann. Sie haben doch Spass daran? Guuuuut!

Zärtlich

Eine große Hand möchte ich haben
Um über die Wälder zu streichen.
Die Bäume sollen mich kitzeln,
Aber die Vögel nicht aus den Nestern fallen.

Ab und an würde ich
Die Finger in einen See tupfen
Und Wellen machen
Und ganz große Tropfen.