Einsam in Portugal

Wo waren wir stehen geblieben?

Ja, genau, wir sind jetzt im portugiesischen Hinterland, dort wo man zu Ostern die Häuser mit farbigen Rändern bemalt. Sie wirken besonders  gegen den bösen Blick und Geister im allgemeinen. Der örtliche Kokelbeauftragte zündet die vertrockneten Olivenbaumzweige an, die in Riesenhaufen am Rande der Anpflanzungen plaziert sind. So brennt es immer irgendwo.

Die Alleen sind menschen- und autoleer. So kann ich mich einfach auf die Straße stellen und in beide Richtungen fotographieren. Menschenleer auch das portugiesische Staatsgestüt „Coudelaria de Alter“, fast wenigstens. Ein paar Pferdepfleger schlufen in Gummistiefeln auf den Wegen zwischen den Ställen Richtung Essen. Dann sind sie alle weg. Übrig nur die schwarzen Pferde, die uns mit interessierten und traurigen Blicken nachschauen. Hier haben sogar die Pferde die saudade, die portugiesische Form der Traurigkeit und des Weltschmerzes.

Keiner nimmt Einrtitt. Der Verkaufsladen bietet Holzepferde in allen Variationen, hat aber zu. Die einzig geöffnete Tür ist die zur Toilette. Und diese herrschaftlich zu nennen , gebührt ihr.

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