Was das Leben so bietet.

Auf dem Flur geht es zu wie auf dem Affenfelsen. Im Klassenzimmer versteht man das eigene Wort nicht. Ein Blick durch die Tür zeigt, dass ein Wettrennen im Gange ist, mit Abklatschen und Prügeleinlagen. Die Kollegin ist noch nicht da und das Zwergenvolk nutzt die Gelegenheit aus.
„Wer seid ihr denn?“
„Wir sind die 5.c.“
Bin ich denn nur noch von randalierenden Fünfern umgeben und wieso sind die mittlerweile überall? Jedenfalls sammeln sich die lautesten Krakeeler sofort um mich.
„Ach, so klein seid ihr noch. Da habt ihr ja noch alles vor euch. Möchtet ihr mal die Großen angucken, die ihr hier dauernd stört?“
„Nö, wollen wir nicht. Was meinen Sie denn mit alles?“
„Ja, das ganze Leben.“
„Und was ist das, das ganze Leben?“
„Na, das, was noch auf euch zu kommt in den nächsten Jahren. Zuerst mal leiser sein, und dann wachsen. Was habt ihr denn gedacht?“
„Och, so ein Ferrari oder so.“
Ja, dann hofft mal schön.

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2 Gedanken zu “Was das Leben so bietet.

    • Genau das ist meine Masche. Das verblüfft unglaublich! Sie rechnen damit zusammengeschrieen zu werden. Wenn man sie für voll nimmt, werden sie plötzlich ernsthaft.
      Nein, ich mag einfach Kinder. Und dass sie laut sind, haben sie im Bauplan.
      Sie selbst hören es nicht, vermutlich weil sich ihr Trommelfell erst mit 16 entwickelt.
      Das ist wenigstens zur Zeit meine Arbeitshypothese.
      Die pädagogische Kunst, nein, es ist keine Wissenschaft, besteht zum großen Teil aus Ablenken und Verblüffen. Daran arbeite ich 🙂

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