Irrungen und Wirrungen

Beim Bäcker ist nicht viel los. Eigentlich haben sie auch schon zu. Ich drück mich gerade so durch die Tür. Der Pfarrer kommt noch mit seinem kleinen Wuselchen hinterher, das sich um sein Knie wickelt.
Wir quatschen ein bißchen, dass die Kinder so schnell wachsen und so halt eben. Das Kleine hatte ich mal als Baby auf dem Arm, noch vor Kurzem.
Die Bäckereiverkäuferin kommt nach vorne und schaut leicht irritiert zwischen uns beiden hin und her.
“ Gehören Sie zusammen?“
“ Nein. Fremder Mann. Fremdes Kind.“ sage ich.
“ Das sieht man aber nicht, „sagt die Verkäuferin.
“ Aber es könnte sein. Man weiß heute nie.“ sagt der Pfarrer.
“ Ich hasse Patchwork.“ sage ich.
Dann umarmt er mich.
Das arme Mädchen hinter dem Tresen steht mit offenem Munde da. Zuviel für sie.

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2 Gedanken zu “Irrungen und Wirrungen

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