Palärmo

Sie müssen sich unter den folgenden Bildern einen Lärmteppich auslegen aus Hupen, Martinshörnern, quietschenden Bremsen und Schreien. Also irgend etwas infernalisches.
Zuerst glaubte ich, das nie und nimmer auszuhalten, aber nach Stunden war ich drin, im Fluss der Geräusche, des Gedänges, des Lebens.
Überall wurde gestikuliert, abgwehrt, empört geguckt, freundlich gelacht.
Distanz und Nähe, das ist der Charme dieser sizilianischen Menschen.
Wir haben uns treiben lassen in der Stadt, stundenlang.
Haben Mandelkuchen gegessen, einen kleine Cafe getrunken, gefüllte Osterkuchen geessen, frische Orangen gekauft.
Dann die Gebäude angeschaut, der Normannenpalast in all seiner Pracht machte den Anfang.
Die Palastkirche ist wahrhaftig goldig. Aber nicht nur Gott wohnt dort, nein, auch das sizilianische Parlament hat seinen Sitz im Gebäude. Und so teilt sich die Woche auf in Debattieren Dienstag bis Donnerstag und Besichtigung des Plenarsaales an den restlichen Tagen. Also, wir waren Dienstag.
So gibt es Abgeordente aus der Entfernung, aber eben keinen Plenarsaal.

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4 Gedanken zu “Palärmo

    • Das fand ich auch. Ein Multifunktionsbau sozusagen. Im Keller kann man noch die römischen Grundmauern bewundern. Die ganze Geschichte Siziliens auf einem Platz!

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