Hormonwoche

Leider muss ich die sizilianische Woche unterbrechen. Ein Ergeignis zwingt mich dazu. Da ich ja auf Grund irgend einer himmlischen Fehlschaltung dazu abgeordnet wurde, die Pubertät nie zu verlassen, lebe ich mit ihrem Wabern und Weinen, mit ihrem Leuchten und Pochen. Mitten drin sozusagen. An des Meere und der Liebe Wellen gewöhnt man sich, Ebbe und Flut. Aber sie haben auch ihr Tsunamis. Und die kommen jedes Jahr zur selben Zeit, in der ersten warmen Frühlingswochen.
Plötzlich werden die Blicke flink und kommen so aus dem Augenwinkel, das Lachen wird ein bißchen schriller, flüchtige Berührungen nehmen zu, man schubst und kichert. Man sucht die Nähe und möchte jetzt auch den Platz wechseln, möglichst neben dem neue Augenstern.
Es gibt Blümelein, die man stolz herum trägt.Zettelchen werden geschrieben.
„Ich helf Dir, ich erklär Dir das“ gesagt. Je nach Klassenstufe und Fortschritt in Liebesdingen.

Die Pfeile Amors fliegen und acht haben, dass man keinen Streifschuss erhält.
So, und nun stellen sie sich das alles mal tausend vor. Tausend kleine und große Hormonschübe. In einem Gebäude. Ein Summen und Flirren liegt über dem Hof.
Ach, was für eine schöne Zeit!
Sogar das Zugucken macht Freude. Nur etwas leiser könnte er sein, der Pfeil Amors.

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