Twitterlieblinge im August

Viele Lieblinge, jetzt mit Fotos.

https://twitter.com/kipp_dotter/status/367161934740590594

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Sommer rückwärts

Der Sommer wird von hinten aufgezäumt.
So beginne ich mit der Südtour eins, die so heißt, weil es eine Südtour zwei geben sollte, diese aber wegen zu warmem Wetter und anderweitigem Besuch ausfiel.
Demnächst wird sie nachgeholt.
Also, Süden von hier aus ist Baden Württemberg, Süden von dort aus ist Italien.
Also Süden von hier aus.

Ganz besondere Hotels haben es mir angetan.
Dieses hier findet man nicht so leicht. Man fährt ne ganze Weile am Neckar entlang, am linken Ufer. Schon lange ist Sackgasse angekündigt, bis man auf ein Fabrikgebäude stößt aus gebrannten Ziegeln. In der Woche war gerade Hagel vorbei, so sehen die Bäume aus wie frisch gerupft und die Straße liegt noch voller Zweige.
Dort wartet Frau Blaumann auf die Gäste und zeigt das Zimmer. Man kann wählen zwischen rot, blau, grün und gelb. Blau ist die Ferienwohnung.
Und es ist wirklich fast alles im Zimmer in der Farbe.
Man sitzt dann auf der Terrasse, baumelt mit den Beinen und der Seele, und schaut auf den Neckar. Dieser verhält sich erstaunlich ruhig, er ist ja gestaut und eine Mauer hält ihn von weiterem Unsinn ab.
Ein leichter Wind vom Fluß her kühlt und man ist sicher, hier noch eine Weile bleiben zu wollen um der Wäsche beim Trocknen zuzusehen.
Das Frühstück ist unglaublich beerig, mit Säften und Wurst und Käse ist alles da, was glücklich macht. Sparsam hängen Bilder, stehen Frau Blaumanns Kunstwerke.
Frau Blaumann ist Künstlerin, kommt aber kaum noch dazu, sagt sie. Zum Bloggen kommt sie auch kaum.
Man liebt Frau Blaumann und ihre Kunst, und Frau Blaumann liebt und umsorgt ihre Gäste.
Und das ist ihr kleines Gästehaus aus vier Zimmern„Am linken Ufer“ in Rottenburg am Neckar.

Übernachtungsfilosofie

Ich gestehe, ich habe mich durch die letzten Wochen gefaulenzt.
Der Sommer fand statt und war wunderbar, doch eben nicht im Blog.
Als Kind war Urlaub das Freibad und ab und an eine Pension in Südtirol und diverse Ferienwohnungen in den Alpen. Letzte mochte meine Mutter nicht, da es Tage dauerte, bis sie ungefähr ihren Reinlichkeitsvorstellungen entsprachen.
Die Studiensommer bestanden dann aus Lernerei, Jobben und Sparen für die Pflichtexkursionen. Dort waren wir in Jugendherbergen oder kroatischen Studentenwohnheimen untergebracht. Es war eng und warm, den Rest habe ich vergessen.
Später dann trennte es sich auf, beruflich habe ich mich durch die Jugendherbergen dieser Republik geschlafen.
Privat waren wir als ziehendes Volk unterwegs, jede Nacht in einem anderen Bett, wohin eben der Wind oder die Straße uns führte. Ein Hotelführer, Michelin meist, half da gut, abends um neun noch ein freies Bett zu finden. Alles war dabei, direkt an der Hafenmole mit Meerblick oder einfache Holzhütten oder Baucontainer.
Mittlerweile übernachte ich beruflich immer noch in Jugenherbergen, die Kinderanimation bin ich selbst.
Privat wird vorgebucht, der Mann hat wenig Zeit, so wird geflogen. Die Hotels werden eher nach Orginalität der Lage und spektakulärer Aussicht ausgesucht, haben aber meist schon Sternchen.
Campen war immer mein Traum. Doch diese Seifenblase ist drei Mal geplatzt. Einmal bei einem wilden lauten Schülercampen hier am Fluß. Das zweite war ebenfalls ein Schülercampen, allerdings fast ohne Zelt, da der Orkan die Heringe dauern aus dem norderneyer Sand zog. Und das dritte war ein wunderbarer Campingplatz unter französischen Pinien, den leider auch trinkfreudige sangesstarke Dänen besiedelten.
Ich gestehe, ich brauche eine ruhige Nacht, und einen Kaffee am Morgen. Allerdings mit Blick auf Meer oder Vulkan, Fluß oder Wasserfall.
So werden Sie im nächsten Beitrag einen wunderhübschen Platz zum Schlafen und Frühstücken kennenlernen. Nur Geduld!

Hier beim Nuf gibt es noch mehr Urlaubsfilosofien.