WmdedgT 08/15

Was mache ich eigentlich den ganzen Tag?

Der Tag fängt traditionell recht früh an. Um drei Uhr sitze ich hellwach im Bett und beschließe es zu verlassen. Lesen kann ich dann kaum. Ich muss mich müde gucken. Dazu eignen sich die Mediatheken dieser Welt ganz gut. So, lieber WDR: wenn Sie diejenige suchen, die mitten in der Nacht „Menschen hautnah“ schaut, das bin ich. Gegen fünf oder sechs bin ich dann bleiern müde und krieche zurück unter das Moskitonetz in mein Bett. Der Wecker um acht trifft mich mitten im Tiefschlaf an. Der Mann muss aufstehen, ich zieh aus Solidarität mit.
Und falle vor Müdigkeit fast ins Müsli.
Er geht ein bißchen später heute, und muss vorher noch Verträge ausarbeiten.
So schleiche ich und suche nach geräuschlosen Arbeiten. Ich komme auf Bankgeschäfte und Versicherungsformulare.
Als er weg ist, kann ich mit dem Wäschewaschen anfangen. Es hat sich einiges angesammelt in den letzten Wochen. Dazwischen sortiere ich und bügle ein bißchen an den Altlasten rum. Draußen ist es so warm und feucht, so dass ich keine Lust habe in den Garten zu gehen. Ich bekomme nämlich kaum Luft bei diesem Wetter.
Also ein ideales Wetter für Kässpätzle.
Backofen an, Nudeln kochen, Käse reiben, geröstete Zwiebeln verteilen.
Salat und fertig.
Die vormals kühle Küche hat nun Außentemperatur. Und ich beginne an meinem Verstand zu zweifeln. Ach ja, die Müdigkeit muss schuld sein.
Dazwischen immer wieder Anrufe, muss noch Verkehrsmittel organisieren nebenbei.
Die Kässpätzle müssen leider noch im Backofen warten, der Mann kommt später.
Die Küchentemperatur liegt nun über der Außentermperatur.
Dann Mittagessen.
Anschließend habe ich eine Erinnerungslücke. Angeblich sei ich mitten im Satz und mitten auf der Couch plötzlich eingeschlafen.
So gegen vier werde ich wieder munter und verkrieche mich gleich in den Keller zu Waschmaschine und Bügeleisen. Ich bin erstaunlich fit, wie seit Wochen nicht mehr. Die Bügelrunde muss ich allerdings mehrfach unterbrechen. Dann lese ich Blogs, mache Abendessen und lese wieder Blogs und internet. Anschließend wird alles Gebügelte und Zusammengelegte in den Schrank geräumt.
Und jetzt reicht es mir, es ist viel zu spät geworden. Ich muss ins Bett und hoffe sehr, dass ich nicht wieder um drei den Menschen hautnah begegne.

Frau Bruellen wollte es wissen

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