Glück

Die letzten Wochen waren schön und schwer. Ich arbeite wieder, weil ich es möchte, allerdings mit reduzierter Schlagzahl. Und das ist schwer genug. Ich komme zurück in eine Welt, die laut und aufgeregt, schnell und manchmal hektisch ist. Viele Menschen reden viel und durcheinander. Es gibt Regeln, die ich schon längst vergessen habe und Schalter, die es vorher nicht gab. Die Räume sind neu, und es gibt viele Gesichter, die ich nicht kenne. Ich muss Namen zuteilen und lernen. Nebenbei sollte ich Entscheidungen treffen für nächste Woche oder nächstes Jahr. Dabei bin ich so sehr im Heute wie ich es in meinem bisherigen Leben noch nie war. Die Zukunft kommt nicht vor zur Zeit.

Ich fühle mich wie eine Fee im Bällebad. Unter mir tobt es und ich schwebe irgenwo darüber.

Und dabei freue ich mich so sehr, dass ich wieder in der Welt bin und Menschen um mich habe, die es gut meinen mit mir. Die brauche ich auch. Ihr Wohlwollen, ihr Lächeln, ihre Nachsicht mir mir sind existentiell. Meine Müdigkeit ist noch da, ich bin auch schnell erschöpft. Das Gehen fällt immer noch schwer und ist weit ab jeder Eleganz. Ich muss meine Kräfte einteilen, aber das geht jedem Rekonvalenzen ebenso. Die bucklige Verwandtschaft dagegen hält sich fern, und das ist ebenfalls schön.

Die Sonne scheint, ich liege in der Hängematte und baumle mit den Beinen. Das ist es, das Glück.

 

 

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