WmDedgT 9/2016

Frau Brüllen will es wissen: was machst Du eigentlich so den ganzen Tag?

Habe mich mit Schulterschmerzen aus dem Bett gewälzt, um dann im Badezimmer die passenden Schulterübungen zu machen. Was ja eigentlich Rückenübungen sind, aber nun tut eben die Schulter weh. Zwei Löffel Müsli und eine Tasse Kaffee können den fehlenden Schlaf nicht ausgleichen. Ich nehme keine Schmerztabletten, wird schon gehen.
Die Fahrt in die Schule ist ereignislos wie immer. Im Vorbereitungsraum der Chemie bin ich zuerst alleine und kann in Ruhe alles was ich für meine Stunden brauche, aus dem Schränken in meine Kiste räumen. Glasgeräte, Chemikalien, Stativmaterial. Wir müssen Ordnung halten, wir sind 14 Kollegen. Da kann man nicht mal einen Aufbau ein paar Tage stehen lassen. Alles wird wieder zerlegt, gespült, weggeräumt. Es ist wie in einer WG. Bleibt Zeugs liegen, ärgern sich alle und suchen das Ferkel. Jedenfalls habe ich zur Zeit keine Chemielehrerhände, keine Jodflecken, keine kleinen Schnittwunden, keine Brandblasen, dafür Nagellack.
Gas ist da, juhu, dafür ist der Beamer kaputt, Mist! Eigentlich wollte ich das richtige Ergebnis an die Wand werfen, damit die Kundschaft vergleichen kann mit ihren Ergebnissen. Ende der Stunde kommt ein Schüler drauf: es gibt doch noch den Tageslichtprojektor. Genau, und ich finde noch eine Gammelfolie, auf der die Ergebnisse auch zu finden sind. Stunde ist gelaufen, super.
Nun noch Cheftermin, der sich aber verschiebt. So gibt es Kakao im Lehrerzimmer und ein paar Frechheiten vom Jungkollegen. Dann Cheffe und weitere Planungen der nächsten Monate.
Danach laufe ich noch in die Brennnesseln am Lehrerparklplatz und weiß nun endgültig, dass das nicht mein Tag ist. Zuhause gibt es noch ein halbes Römertopfhuhn, das im Ofen noch ne Runde übergebraten bekommt. Dazu Reis und zum Nachtisch Apfelmus von den Frühäpfeln.
Geplant war eine erneute Apfelsammelaktion und dann Bügeln. Beide Projekte versanken im Tiefschlaf, in meinem eigenen. Dann gab es eine Dorfrunde, leider wieder ohne Pokémons. Ich gebe es auf. Den Abend verbrachte ich mit Lesen, Spiegel und Internet, dann mit Nachrichten von der Festplatte. Das war es.

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2 Gedanken zu “WmDedgT 9/2016

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