Kleinigkeit im Rheinland

Ein bißchen aufpassen muss man schon, sonst fährt man am Parkplatz vorbei. Und das Umdrehen ist nicht so einfach. Der Weg zum Rolandsbogen geht steil aufwärts, Kopfsteinpflaster und glitschige Blätter versuchen einen zu fällen. Ist man erst mal oben, hat man einen gigantischen Blick auf den Rhein und auf den Drachenfels. Ein Restaurant mit gutem Essen und frischen Rosensträußen machen den Ort zu einem Lieblingsplätzchen. Der gemauerte Bogen ist der traurige Rest der Burg Rolandseck, die einst das Bistum Köln nach Süden hin schützen sollte. Mehrfach zerstört, durch Schweden und Erdbeben, blieb nur ein gemauerter Bogen übrig. Und nicht mal den gäbe es mehr, wenn nicht der Revolutionsdichter (und Kaufmann) Ferdinand Freiligrath zu seinem Aufbau aufgerufen hätte. Nun denn, ihm zu Ehren hat man den Weg kopfsteingepflastert und ein Denkmal errichtet. Da die Mitwanderer sein Lied zur Revolution 1848 „Trotz alledem“ nicht kannten, und Herr Freiligrath es bestimmt auch noch nicht so gehört hat, habe ich Hannes Wader seine Fassung direkt im Wald singen lassen, Handy sei Dank. Ich glaube, es hat ihn gefreut.
Noch ein berühmter Gast hat Rolandseck aufzuweisen : Bill Clinton und Frau speisten mit den Schröders zum Weltwirtschaftsgipfel in Köln 1999 hier oben.
Seine Frau wird heute hoffentlich zur Präsidentin der USA gewählt.

Freiligrath

Freiligrath

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