Da war ich V

Das Zentrum aller dicken Göttinnen liegt mitten auf der Insel Malta. Sie haben dicke Beine, einen dicken Po und ganz viel Bauch. Und es gibt sie in mehrfacher Ausfertigung. Mittlerweile wohnen sie im Museum in Valletta, ursprünglich haben sie tausende von Jahren unter einem Acker verbracht. Einen Kopf brauchte ich nicht zu fotographieren, sie haben nämlich keinen. Eine hat eine Vorrichtung zum Kopfwechsel, alle anderen einfach nur nichts.
Nun, man muss nicht alles verstehen.
Die Tempelanlage sieht schon aus wie lauter Frauenpopos aneinadergereiht. Das Zentrum des Matriarchates? Fruchtbarkeitsgöttinen in Überdosis? Klein sind sie nicht, fast ein halber Meter Frau total. Und das mit den Werkzeugen von vor über 5000 Jahren, Flintsteine und Kupfer.
Man konnte wohl Steine schon so behauen, dass sie ohne ein Lüftchen direkt aufeinander passen.
Der Bus fährt direkt nach Tarxien, der Ort heißt Paola, man muss nur ein bißchen rumsuchen, etwas Bevölkerung befragen, dann findet man den Eingang. Es sind kaum Leute da, eigentlich wie im Museum, also ganz anders als der Rummel auf Vallettas Strassen. Auf Stegen wandert man zwischen den Mauern herum und wird immer ehrfüchtiger. Was für eine Leistung! Menschenhohe Steinbrocken stehen passgenau nebeneinander. Diese Schneckenschnirkel fndet man an mehreren Stellen in der Tempelanlage, ein bißchen sieht es nach Newgrange aus, der ebenfalls jungsteinzeitlichen Tempelanlage nördlich von Dublin. Da ist sie wieder , die Achse Dublin-Malta.

In der Nähe, also fast um die Ecke, liegt das Hypogeum, eine unterirdische Grabanlage, ebenfalls steinzeitlich. Zur Zeit ist es wegen Renovierung geschlossen, am 15. Mai soll die Ruhe dann vorbei sein. Nun, Ruhe hatten die alten Höhlen schon vorher, pro Stunden durften 15 Personen rein. Wie man ohne Nahkampf an die Karten kommt, weiß ich allerdings auch nicht.

Tempel von Tarxien

Archäologisches Museum

Hypogeum

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Da war ich V

  1. Starke Bilder.
    Schöne Auffrischung des eigenen Aufenthalts vor – hui, doch schon – 6 Jahren.
    Luther ist ganz stark *hihi*

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