Twitterlieblinge im Januar

Der Januar war geprägt von trübem Wetter, Müdigkeit und Schulterschmerzen. Gelenkentzündungen solle man nicht mal seinem ärgsten Feind wünschen. Physio und mein bester Freund Voltaren halten zusammen und so wird es langsam besser. Aus einer Münchenreise wird es nun nichts. Dafür ist mein Blog jetzt sagenhafte 13 Jahre alt. Ein erstaunliches Alter für ein Übungsblog, das sich wacker am Rande des Universums hält. Die Verleihung des Goldenen Bloggers hat mich wieder daran erinnert, wie viele Geschichten von anderen Menschen ich schon gelesen habe. Die Frage nach Lyssas Lounge konnten die ganz jungen Menschen schon nicht mehr beantworten. Wer hätte das gedacht, dass diese ungefilterten Geschichten der Blogs sich ausbreiten und sogar noch mehr Menschen anzieht. Meinen Respekt haben sie jedenfalls, all diese fleißigen Blogger.
Jetzt ist aber Twitter angesagt, die Lieblinge des Monats Januar.
Hier entlang bitte.

Wer noch mehr mag, schaut ncah bei der wunderbaren Anne

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Geschenke der Götter

An der Kasse im Supermarkt werde ich freudig begrüsst. Die Kassiererin ist die Mutter einer ehemaligen Schülerin. Als sie alles eingescannt hat und mir den Preis nennt, gebe ich ihr zwei Scheine.
„Haben Sie mir noch nen Euro?“ fragt sie.
„Das hört man heute auch nur noch selten,“ antworte ich, während ich im Geldbeutel krame.
„Das hieß doch: haste mal ne Mark,“ antwortet ein großer schwarzgelockter junger Mann hinter mir, der seine Bierdosen auf das Band stellt.
„Ja, stimmt, “ sage ich, “Warum ist das eigentlich verschwunden?“
„Wir sagen es nicht mehr, weil wir unseren Stolz haben. Ich lebe nämlich auch auf der Strasse.“
„Ja, wovon leben Sie denn?“
„Wir sammeln Pfandflaschen,“ sagt er.“Die Leute werfen einfach alles weg.“
„So gesehen sind das ja dann auch Geschenke.“
„Ja, sagt er. Geschenke der Götter.“
Ich will sein Bier bezahlen, das hat er aber schon selbst.
Und so gebe ich ihm das Geld direkt in die Hand.
Er schaut mich an und geht weg, das Bier bleibt auf dem Laufband. Die Verkäuferin ruft ihm nach, mit Tränen in den Augen, und er kommt zurück und holt es sich.

Linkerei im Januar

Was sich so ansammelt über die Zeit, erstaunlich. Ich lasse ja die interessanten Seiten offen beim ipad, so dass ich was nochmals lesen kann. Wenn ich den Link zu den Favoriten schiebe, ist er für immer verschwunden. Leider weiß ich nie, beim wem oder über wen ich den Link bekommen habe. Man möge es mir verzeihen.
So, beim ersten geht es um die Brailleschrift für Blinde und was sich da so getan hat bei den Lesehilfen. Brailleschrift.
Hier wartet eine wunderbare Freundinnengeschichte auf das Gelesenwerden. Gedankensalat mit Dressing.
Seit ich Lehrerin bin, ist dieses Thema immer Teil meines Unterrichts gewesen: Intersexualität. Den Roman Middlesex haben ich den interessierten Schülern empfohlen. Was es eigentlich nie gab, ist die Lebensbeschreibung eines Menschen, der zwischen den Geschlechtern lebt. Und was man ihm alles angetan hat, bis es zum offenen Bekenntnis kam.Die Geschichte von Maxi.
Ein wunderbarer Artikel über eine ergreifene Rede Sechseinhalb Minuten Inferno.
So, das waren die offenen Seiten. Hoffe, es war etwas Interessantes dabei.