Linkerei im September

Eigentlich sollte ich schlafen. Bin müde und doch so angespannt, dass es nicht geht. So durchstöbere ich die Blogs nach schœnen Geschichten. Mögen Sie mitlesen?

So finde ich Waltraud, die lieber durchhält als am Wochenende jemanden belästigt.

Das Fräulein Readon glaubt feste an die Konsequenz in der Kãlbchenerziehung.

Hier ein Insiderbericht vom Dating in Island oder das Ende von Allem.

Eine Kommissarin schnappt sich ihre Enduro und fährt durch die Weltgeschichte: dieses Mal folgt Svenja dem Lieblingskommissar durch sie Bretagne

Hier erklärt Annika, wie das mit den Exen und dem Verkuppeln ansich so ist.

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Twitterlieblinge im August 17

Der August ging irgendwie rum.  Ich habe einiges Vergnügliche erlebt, einen Flachflug und eine Bootstour inclusive. Die Namen der neuen Schüler kann ich  mir dieses Jahr ganz schlecht merken, heißen aber auch komisch. Ich habe es geschafft, weder einem Arbeitskreis anzugehören noch im Focus der Referendare zu sein. Es ist mir also gelungen, endlich unsichtbar zu sein.

Die Twitterlieblinge gibt es trotzdem. Anne Schüssler sammelt die der anderen.

Armada und Fische

Eine blöde Idee war es, in Ferrol zu wohnen, obwohl man nach A Coruña möchte. Aber Ferrol hat einen Parador mit Blick auf den Militärhafen. Und schon macht es Klick bei mir. Spanische Armada. Mächtige Schiffe mit mutigen Matrosen bekämpfen die Piratenmarine der Englischen Königin. Diese legendären Seeschlachten zogen sich quer durch meinen Geschichtsunterricht und die Sonntagsfilme meiner Kindheit. Wumms-zack-versenkt. Um diese Bilder mit der heutigen Realität in Einklang zu bringen, braucht man sehr viel Phantasie. Ferrol hat noch einen berühmten Sohn, General Franco. Ein Diktator, der Spanien lange im Würgegriff hatte. Die Verehrung im Norden Spaniens hielt noch lange an, so dass heute noch Straßen nach ihm benannt sind und das Reiterdenkmal, das ihn darstellt, recht spät vom Marktplatz von Ferrol ins Militärmuseum wanderte. Wir haben ihn da nicht besucht, da wenig Zeit war und man in Galicien jede Stunde ohne Regen nutzen muss.

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A Coruña verwirrt. Es liegt auf einer schmalen Halbinsel an zwei Buchten. Am Halbinselkopf wird sie wieder weit und dort stehen die Dolmen und Steinkreise. Ein bißchen gebraucht habe ich um es zu begreifen: sie sind keine Originale, wie wir sie von Callanish oder der Bretagne kennen. Es sind Skulpturen aus neuer Zeit, die an den keltischen Ursprung Galiciens erinnern sollen.

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Der Herkulesturm hat seinen Ursprung in einem römischen Leuchtturm, der immer wieder aus und umgebaut wurde. Er heißt so, weil dort Herkules einen Riesen bezwungen haben soll, oder auch weil er wirklich unglaublich riesig ist. Man kann innen hochkraxeln, doch war die Schlange davor sehr lang und wir wollten lieber ins Aquarium. Aquarium!
Man verpasst fast die Einfahrt, weil es von außen unscheinbar aussieht. Aber wie alle Aquarien direkt am Meer, ist dieses sensationell. Zum einen lassen sich Tiere lebend durch Fischer bekommen, die man sonst nur schwer zu beschaffen sind, und zum anderen muss man das Meerwasser nicht selbst herstellen, wie das bei kontinentalen Aquarien der Fall ist. Das Futter ist ebenfalls frisch und schnell zu besorgen.
Dieses Aquarium war mir am Anfang zu didaktisch. Einfach zu viele Schilder und Holzmodelle. Dann aber ging es los mit den Tieren, ich lief wie in Trance von Becken zu Becken. Im Studium habe ich viel Meeresbiologie gemacht, aus heißer Leidenschaft. Und die kommt dann wieder hoch, wenn ich sehe, wie Seesterne in Aquarien nach ihrer Anzahl der Arme sortiert sind. Einen Zwölfarmer hatten sie leider nicht. Und dann erst das Außenbecken : Hallelujah!

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